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Leider Gottes,
ist in diesem Jahr Pelz und Fell wieder absolut angesagt – zum Grauen vieler Tierfreunde. Verständlicher Weise. Denn um Pelz zu gewinnen muss er Tieren vom Fleisch gezogen werden, meistens leben die Tiere dabei noch. Zusätzlich werden die Tiere wie Nerz, Kaninchen, Fuchs und Hermelin brutal gehalten und gequält. Nächstes Problem – durch den neuen Pelztrend werden auch wieder Tiere gejagt, die eigentlich unter Naturschutz stehen. Natürlich ist es nicht erlaubt diese Tiere zu jagen, doch sobald es einen Käufer gibt, gibt es auch einen Markt.
Wollen Sie, dass ihr Hund beim nächsten Waldspaziergang in einer illegalen Falle seine Pfote oder gar mehr verliert? Viele Käufer lehnen zwar Pelz und die damit verbundene Tierquälerei ab, kaufen aber dennoch Kleidung mit Pelzbesatz, da sie der Meinung sind, dass es sich um Kunstpelz handelt. Grundsätzlich ein lobenswerter Ansatz, aber da es keine Kennzeichnungspflicht (wo bleibt da der Verbraucherschutz???) für die Produkte gibt weiß der Verbraucher überhaupt nicht was er da am Kragen mit sich herumträgt. Wussten Sie das beispielsweise Koupi , Sobaki oder Mountain Goat skin Fell oder Leder vom Hund bedeutet, die Katze wird gern unter dem schönen Namen Goyangi, Maopi oder Maopee verkauft.

Die Bezeichnungen der Felle, die sich als Pelzbesatz oder Lederjacke in Modegeschäften wiederfinden, ist völlig unzureichend und oftmals auch falsch. Meistens fehlt sogar jegliche Bezeichnung, um welches Fell es sich handelt und auch die Verkäufer wissen in den seltensten Fällen, von welchem Tier der Pelzbesatz stammt. Um die Verbraucher zu verwirren, werden oft Phantsienamen verwendet.

Vorsicht ist geboten bei Bezeichnungen wie "echt Pelz", "echtes Fell" oder "Pelzbesatz". Hundefelle werden als "Gaewolf", "Wolf von Asien", "Asiatischer Waschbär" oder "Corsac Fox" bezeichnet. Nicht selten werden sie auch einfach als "Lammleder" oder "mountain goat skin" deklariert. Für Katzenhäute oder -felle verwendet man Begriffe wie "Lipi", "Genotte", "mountain cat", "wild cat", "echt Leder" und "orthopädisches Leder".

Glauben Sie nicht? Lesen Sie mehr unter www.peta.de oder www.tierschutzbund.de

Damit sich auch Tierfreunde im Winter einkuscheln können, greifen viele Modelabels zu künstlichen Pelz. Optisch unterscheidet sich der Kunstpelz kaum vom echten Pelz und auch vom Griff her ist der Kunstpelz nur von echten Kennern zu unterscheiden.

Mit ein paar Tricks können Sie jedoch trotzdem schnell feststellen, ob ein Pelz aus Echt- oder Kunsthaar besteht:

1) Ziehen Sie die oberen Haare des Pelzes auseinander und prüfen Sie nach, ob eine Unterwolle zu sehen ist. Ist dies der Fall, dann handelt es sich um Echtpelz.

2) Echtpelz wird mitsamt der Haut der Tiere (Leder) verarbeitet. Indem Sie prüfen, ob sich unter dem Pelz Leder oder ein künstlicher Stoff befinden, können Sie so Echtpelz erkennen.

3) Der Wind-Test kann ebenfalls dazu eingesetzt werden, um Echtpelz und Kunstpelz zu unterscheiden. Blasen Sie ganz leicht über den Pelz und sehen Sie, ob sich die Haare bewegen. Wenn ja, ist es wahrscheinlich echter Pelz den Sie vor sich haben.

4) Verbrennen Sie ein paar Haare des Pelzes. Riecht das Ergebnis synthetisch und verschmelzen sie zu kleinen Klumpen, dann handelt es sich um Kunstpelz. Wenn die Haare zerfallen und nach verbrannten Haaren riechen, ist es Echtpelz.

Wie Sie sehen ist es gar nicht so schwer, das Leid dieser Tiere zu verhindern und der verarbeitenden Industrie zu zeigen, dass Frau sich nicht für dumm verkaufen lässt.

Bei uns werden nach wie vor keinerlei Pelzprodukte angeboten und wir distanzieren uns von Marken und Herstellern welche diesen traurigen Trend dennoch mitmachen nur um Geld zu scheffeln.


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